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2. Teamhaltung

Hier geht es darum, die eigene Haltung und die Teamhaltung zu reflektieren. Die vorhandenen Fragen, Tipps und Anregungen helfen auch beim Entwickeln einer gemeinsamen Grundhaltung. Ein weiterer Abschnitt ist eurer Vorbildrolle gewidmet.

Bei den hier folgenden Fragen geht es nicht darum, die richtige oder falsche Antwort zu geben. Vielmehr sollen sie euch dazu auffordern, euren eigenen Umgang mit Genuss- und Suchtmitteln zu hinterfragen und zu reflektieren. In einem ersten Schritt überlegt sich  jedes Teammitglied dies einzeln. In einem zweiten Schritt tauscht ihr eure Überlegungen aus und entwickelt daraus eine auf euch zugeschnittene Teamhaltung. Diese wird in der Folge einen Einfluss auf eure Arbeit sowie auf eure Konzepte und Regeln haben.

Eigener Umgang und Verhalten – Team

Fragen und Reflexion:

  • Wie gehst du selbst mit Genuss- und Suchtmitteln, insbesondere Alkohol und Tabak, um?
  • In der Freizeit? Während der Arbeitszeit?
  • Wie feierst und geniesst du?
  • Macht es für dich einen Unterschied, ob es ein Mann oder eine Frau ist, die raucht und/oder trinkt?
  • Was sehen die Jugendlichen dich essen?
  • Welche Einstellung zu Sport und Bewegung vermittelst du den Jugendlichen?
  • Welche Herausforderungen, Highlights, Freude bietet dir deine Arbeit?
  • Welche gemeinsame Haltung könnt ihr als Team daraus entwickeln?
  • Welche Regeln entwickelt ihr für euch als Team?

Tipps und Anregungen:

  • Notiert euch eure Teamhaltung in 3 – 5 Sätzen!
  • Hängt sie in eurem Büro gut sichtbar auf!

Vorbildrolle

  • Als Jugendarbeitende seid ihr für viele Jugendlichen eine/r von wenigen Erwachsenen mit denen sie freiwillig Umgang haben. Dadurch habt ihr automatisch eine Vorbildrolle für eure Zielgruppe auch punkto Sport, Ernährung, Genuss- und Suchtmittelkonsum.

  • Auch wenn ihr selber konsumiert, könnt ihr dennoch Vorbilder sein. Bedingung dafür ist allerdings ein sorgfältiger, reflektierter Umgang mit "eurer Droge", denn so zeigt ihr den Jugendlichen, dass ihr euren Konsum im Griff habt.

  • So lebt ihr ein Modell vor, an dem sich Kinder und Jugendliche orientieren können.

Fragen und Reflexion:

  • Welches sind deine Höhenflüge, wo ist Abenteuer in deinem Leben, wo holst du dir Adrenalinschübe?
  • Als was für eine Person nehmen dich die Jugendlichen wahr, welches Erwachsenenbild vermittelst du?
  • Welches Bild möchtest du vermitteln?
  • (Zur Beantwortung dieser Fragen kann euch sowohl ein ehrliches Feedback des Teams, aber auch die genaue Beobachtung der Reaktionen der Jugendlichen dienen.)
  • Wie reagierst du in Stress- und Problemsituationen?
  • Welches Vorbild bist du bezüglich Feiern und Geniessen?

Tipps und Anregungen:

  • Kein Konsum von illegalen Suchtmitteln.
  • Kein (unbedachter) Konsum von Suchtmitteln vor euren Zielgruppen.
  • Suchtmittel nicht einsetzen zur Problembewältigung (keine Stresszigi, kein Frustbier).
  • Massvoller Genuss nur dort wo er nicht behindernd ist.
  • Keine verniedlichenden, verharmlosenden, belustigenden Reden über Suchtmittel führen, auch nicht untereinander.
  • Auf Kritik eurer Zielgruppen an eurem Konsum nicht abwehrend reagieren.
  • Auf Fragen sachlich antworten.
  • Zeigt Mut zu Experimentierfreude und Risiko, damit Erlebnisse von starker Intensität für eure Zielgruppen erfahrbar werden.
  • Jugendliche können an eurem Vorbild erfahren, dass Höhenflüge und Lebensfreude nicht an den Konsum von Genuss- und/oder Suchtmitteln geknüpft sein müssen.

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