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Kinder- und Jugendförderung ist ...!

Gemeinsame Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendförderung im Kanton Zürich

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Übersicht über das kantonale Programm gemäss Artikel 26 Kinder- und Jugendförderungsgesetz (KJFG) 

"Neben der Qualitätssicherung ist auch die aktive Planung und Steuerung des Kinder- und Jugendhilfeangebots von zentraler Bedeutung für ein zeitgemässes Kinder- und Jugendhilfesystem. Hierzu gehört zum einen die Schaffung und Aktualisierung eines Überblicks über die bestehenden lokalen bzw. regionalen Kinder- und Jugendangebote und Schnittstellen zwischen den verschiedenen Anbietern. Zum andern ist unter Berücksichtigung der Bedürfnisse und Interessen der Kinder, Jugendlichen und Familien der lokale bzw. regionale Bedarf zu eruieren. Auf dieser Basis sind entsprechende Angebote zu planen, umzusetzen und unter Berücksichtigung von Qualitätsstandards zu evaluieren und weiterzuentwickeln." - Bundesrat, 2012

Hintergrund

Das seit 2013 geltende nationale Kinder- und Jugendförderungsgesetz (KJFG) sieht den Bund als wichtigen, unterstützenden Partner der Gemeinden und Kantone der neu im Gesetz geregelten Zusammenarbeit und Kompetenzentwicklung in der Kinder- und Jugendpolitik. Ihnen unterliegt dementsprechend auch die Umsetzung der Kinder- und Jugendförderung. Die Kantone stehen derzeit vermehrt vor der Herausforderung, die Angebote, Strukturen und Bedingungen im Bereich der Kinder- und Jugendförderung datenbasiert und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Vielerorts fehlt es aber an aussagekräftigen Daten zu den Angeboten und Strukturen. Zudem fehlen datengestützte Einschätzungen über Bedarfslagen und Bedürfnisse der Zielgruppen. 

Der Kanton Zürich führt darum im Rahmen des KJFG ein Programm zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendförderung durch. Dieses wird durch den Bund unterstützt und im Auftrag des Kantons (Amt für Jugend und Berufsberatung) von der okaj zürich von 2018 bis 2020 umgesetzt. Der Fokus liegt auf den Strukturen der Kinder- und Jugendförderung, der Stärkung der Freiwilligenarbeit, der Stärkung der Partizipation von Kindern und Jugendlichen sowie der Klärung und Definierung der Schnittstellen Schutz, Förderung und Partizipation.

Das Hauptziel des Programms ist es, die Kinder- und Jugendförderung, welche gemäss geltendem Gesetz die Alterspanne vom Kindergarten bis zum 25. Lebensjahr beinhaltet, dahingehend weiterzuentwickeln, dass deren Angebote räumlich und zeitlich leicht erreichbar und unbürokratisch zugänglich sowie dort verfügbar sind, wo sie gebraucht werden. Da zur Zeit politische Verhandlungen über die Anpassung des Gesetzes bzw. über die Ausdehnung der Altersspanne auf das Kindsalter geführt werden, möchte das Programm ergänzend auch Angaben über die Anbietenden, Strukturen und Angebote im Frühbereich abholen. 

Das kantonale Programm im Detail

Anhand einer Bestandesaufnahme und Bedarfserhebung werden Informationen über Angebots- und Nutzungsstrukturen sowie Bedarfslagen gesammelt. Dazu benötigt die Programmleitung das Fachwissen und die Expertise von Fachpersonen aus der gesamten Kinder- und Jugendförderung – dazu gehören die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA), die Kinder- und Jugendverbandsarbeit (KJVA), die kirchliche Kinder- und Jugendarbeit, Freizeitvereine, regionale und/oder kantonalen Fachorganisationen und Fachstellen im Bereich der Kinder- und Jugendförderung, Angebote zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie Kinder- und Jugendförderstrukturen auf Gemeindeebene.

Im Fokus des kantonalen Programms stehen im weiteren auch die Angebote der Kinder- und Jugendförderung, die durch Freiwillige erbracht werden. Dies betrifft nicht nur Angebote der verbandlichen und kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit, sondern auch das weite Spektrum an Angeboten im sportlichen, musischen und kulturellen Bereich, welches vielfach von lokal verankerten Vereinen getragen wird. Das Projekt analysiert die Freiwilligenarbeit in den Gemeinden und in der Kinder- und Jugendarbeit und leitet daraus Empfehlungen ab. Diese zeigen auf, welche Programme und Massnahmen geeignet und gegebenenfalls erforderlich sind, um zu gewährleisten, dass auch in Zukunft Freiwilligenarbeit geleistet wird.

Analysiert werden die Strukturen und Praxen der Kinder- und Jugendpartizipation auf Gemeindeebene. Dies erfolgt im Rahmen eines Modellvorhabens in fünf ausgewählten Pilotgemeinden. Unter fachlicher Begleitung und Beratung werden mögliche Strukturen für eine gelingende Kinder- und Jugendpartizipation auf Gemeindeebene diskutiert und definiert sowie Projektideen von Jugendlichen entwickelt, geplant und umgesetzt. Erkenntnisse daraus dienen den Gemeinden als Handlungsempfehlungen, wie die Kinder- und Jugendpartizipation künftig umgesetzt und verankert werden kann. Anhand dieser Ergebnisse wird ein Modell erarbeitet, welches allen interessierten Gemeinden zur Verfügung gestellt wird.

Im Kanton Zürich sind die Aufgaben der Kinder- und Jugendförderung dezentral geregelt. Damit die Zusammenarbeit aller Angebote ausserhalb der Schule mit den wichtigen Stellen innerhalb der Verwaltung im Sinne einer nachhaltigen und gemeinsamen Kinder- und Jugendpolitik gewährleistet werden kann, bedarf es einer Analyse der möglichen Schnitt- bzw. Verbindungsstellen und Institutionalisierung der Zusammenarbeit.

Die Resultate des Programms sollen sowohl der okaj zürich für ihre künftige Strategieentwicklung in ihrer Rolle als grösster kantonaler Dachverband für Kinder- und Jugendförderung dienen als auch dem Kanton in seiner Weiterentwicklung der kantonalen Kinder- und Jugendpolitik. Die entwickelten Tools werden allen Kantonen kostenlos zur Verfügung gestellt. 

Meilensteine

  • 15. August bis 30. September 2018: Online-Befragung der Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Kanton Zürich
  • 18. September bis 31. Oktober 2018: Online-Befragung der Verantwortlichen für Kinder- und Jugendförderung auf Gemeindeebene
  • April 2019: Befragung der Akteur*innen der Freiwilligenarbeit im Bereich Kinder- und Jugendförderung
  • Januar bis August 2019: Auswertung der Befragungen
  • September bis Dezember 2019: Analyse/Bewertung der Ergebnisse, Entwicklung von Weiterentwicklungshypothesen und Erarbeitung von Handlungsempfehlungen
  • Ende 2020: Projektabschluss, Veröffentlichung der Bestandesaufnahme und der Handlungsempfehlungen

          Veranstaltungen

          • 1. Informationsveranstaltung für Akteur*innen der ausserschulischen Kinder- und Jugendförderung am 19. Juni 2018, 10.00 bis 12.00 Uhr / > Präsentation (PDF)
          • 2. Infoveranstaltung (Martkplatz) für die Adressaten der Befragungen an die Einrichtungen der ausserschulischen Kinder- und Jugendarbeit und an die Verantwortlichen für Kinder- und Jugendförderung auf Gemeindeebene am 5. September 2018, 10.00 bis 12.00 Uhr
          • 3. Infoveranstaltung für Akteur*innen der Freiwilligenarbeit im Bereich Kinder- und Jugendförderung im März 2019
          • Validierungsworkshop für Fachpersonen der Freiwilligenarbeit im Bereich Kinder- und Jugendförderung im August 2019

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