okaj zürich

Die okaj zürich ist der kantonale Dachverband der offenen, verbandlichen und kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit und vom Kanton Zürich mit der kantonalen Jugendförderung beauftragt.

Ihre Basis bilden rund 600 Mitgliedsorganisationen aus der Jugendarbeit im Kanton Zürich.

 

 

Jugendgewalt: Frühzeitig vorbeugen rechnet sich

Bei Gewalttaten Jugendlicher wird üblicherweise viel zu spät reagiert, nämlich dann, wenn es zu handfesten Gewalttaten kommt. Dabei gibt es im Vorfeld meist deutliche Anzeichen im Umfeld der Jugendlichen, die auf Schwierigkeiten hinweisen. Wichtig wäre es zu diesem Zeitpunkt, dass sich Eltern, Lehrpersonen und Personen aus Jugendarbeit, Vereinen und Behörden austauschen. Zu einem frühen Zeitpunkt besteht noch ein relativ grosser Handlungs- und Interventionsspielraum. Ist das Verhalten erst zivil- oder strafrechtlich relevant geworden, ist die Justiz zuständig und der Handlungsspielraum deutlich eingeschränkt.

Das ForumTheater Schweiz in Aktion

Szene des ForumTheater Schweiz zum Thema "Zivilcourage" am 3. Anlass der Parlamentarischen Gruppe Jugend (Foto: Johannes Dietschi)

Die okaj zürich ist der Überzeugung, dass die Jugendarbeit einen wichtigen Präventionsbeitrag leisten kann und muss, da sie durch ihre Arbeitsweise einen privilegierten Zugang zu Jugendlichen im öffentlichen Raum hat. 

Aktuell griff sie das Thema anhand eines Erfahrungsberichts: "Konfliktprävention im öffentlichen Raum durch Zivildienstleistende" an der diesjährigen Delegiertenversammlung auf. Im Rahmen von Pilotprojekten leisteten Zivildienstleistende in der Jugendarbeit einen messbaren Beitrag zur Gewaltprävention. Gemeinden können dank den Zivildienstleistenden eine starke Präsenz im öffentlichen Raum wahrnehmen und profitieren von der bezahlbaren und flexiblen Ressource als Ergänzung für ihre Fachleute. Bruno Baumgartner – Leiter der Projektanlaufstelle PEPPerMIND – schilderte die Erfahrungen der Gemeinde Adliswil mit dem Pilotprojekt. 

Auch am dritten Anlass der Parlamentarischen Gruppe Jugend des Zürcher Kantonsrates war das Thema präsent.

 
 
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